Logo für die Reihe WordPress Tipps & Tricks im Blog der Web- und Grafikagentur jotdesign

Es ist der Horror für jeden Websiten-Betreiber. Nur schnell mal ein Update gemacht und plötzlich können Sie sich nicht mehr in den WordPress Admin einloggen. Oft treten solche Probleme scheinbar auch ohne erkennbare Ursache auf. Aber kein Grund zur Panik. Für die beiden häufigsten Probleme beim WordPress Login habe ich Ihnen einige der gängigsten Lösungsansätze zusammengetragen.

Inhaltsverzeichnis

WordPress Login: So lösen Sie das Redirect Problem

Das Redirect Problem ist eine der häufigsten Gründe, wieso der WordPress Login nicht funktioniert. Wenn Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Ihrem Passwort anmelden wollen und immer wieder zurück auf die Anmeldeseite geleitet werden statt ins Admin-Panel, dann sind Sie davon betroffen. Es gibt mehrere Lösungsansätze, um sich wieder einloggen zu können.

Löschen Sie die Cookies und den Browser-Cache

Beim Login legt WordPress sogenannte Session-Cookies in Ihrem Browser ab. Darin speichert WordPress die Authentifizierungsdaten und den Login-Status ab. Löschen Sie diese Cookies in den Einstellungen Ihres Browsers. Anschließend sollten Sie auch noch den Browser-Cache löschen. Das ist eine Art Zwischenspeicher für Websites, um diese bei einem erneuten Aufruf schneller zu laden.

Cookies und Browser-Cache können Sie in den Einstellungen Ihres Browsers löschen. Wo sich diese Funktion befindet hängt vom verwendeten Browser ab. In Firefox navigieren Sie zu Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Cookies- und Websitedaten und klicken dort auf die Schaltfläche Daten entfernen. Lassen Sie beide Häckchen aktiv, um Cookies und Cache gleichzeitig zu löschen.

In Chrome gehen Sie in Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit und klicken dort auf die Schaltfläche Browserdaten löschen. Lassen Sie die Häckchen bei Cookies und andere Websitedaten und Bilder und Dateien im Cache aktiv. Probieren Sie anschließend erneut sich einzuloggen.

Erstellen sie die Datei .htaccess neu

In der Datei .htaccess sind Einstellungen für Ordner und Verzeichnisse auf Ihrem Server gespeichert. Die Datei kann mit Hilfe eines FTP-Programms wie Filezilla abgerufen werden. Sie liegt im Hauptverzeichnis Ihrer WordPress-Installation. Diese Datei kann auch die Ursache für Login-Probleme sein.

Um sie neu zu erstellen, muss die Datei umbenannt oder gelöscht werden. Loggen Sie sich dazu auf Ihrem FTP-Server ein und navigieren in das WordPress-Verzeichnis. Falls Sie bereits manuell Änderungen an der Datei vorgenommen haben, sollten Sie diese nur umbennen. Auch bestimmte Performance-Plugins wie z.B. WP Rocket fügen neue Einstellungen in diese Datei hinzu. Benennen Sie die Datei einfach um in htaccess_old.

Versuchen Sie sich nun erneut einzuloggen. Falls Sie sich wieder im Administrationsbereich befinden, können Sie eine neue .htaccess erstellen lassen. Klicken Sie dazu auf Einstellungen > Permalinks und ohne Änderungen vorzunehmen auf den Button Änderungen speichern.

Erneuern Sie die URL Ihrer Seite

Wenn das Erneuern der .htaccess Datei das Login-Problem nicht gelöst hat, gibt es noch die Möglichkeit die URL, also die Domain, der Website neu zu setzen. Dies überschreibt die Einstellungen der Felder WordPress-Adresse und Website-Adresse, die sich im Admin-Panel im Menu Einstellungen > Allgemein befinden.

Loggen Sie sich dazu erneut mit einem FTP-Programm Ihrer Wahl auf Ihren FTP-Server ein und navigieren Sie ins Hauptverzeichnis von WordPress. Suchen Sie dort die Datei wp-config.php und laden Sie diese auf Ihren Computer herunter. Duplizieren Sie die Datei und behalten eine davon als Sicherheitskopie. Öffnen Sie die Datei anschließend mit einem Texteditor. Der Windows-Standard-Editor reicht dafür aus. Fügen Sie folgende Zeilen an einer beliebigen Stelle ein:

define('WP_HOME','https://ihredomain.de');
define('WP_SITEURL','https://ihredomain.de');

Tauschen Sie die URL https://ihredomain.de gegen die Adresse Ihrer Website aus. Speichern Sie die Datei unter dem selben Namen ab und laden diese mit Ihrem FTP-Programm wieder zurück ins WordPress-Hauptverzeichnis. Überschreiben Sie die vorhandene Datei.

Deaktivieren Sie alle Plugins

Wenn alle vorherigen Optionen nichts gebracht haben, könnte es auch an einem Plugin liegen. Um dies zu testen, sollten Sie daher alle installierten Plugins deaktivieren. Dazu loggen Sie sich wieder auf Ihrem FTP-Server ein und gehen in das Verzeichnis /wp-content/plugins im WordPress-Stammordner. Benennen Sie den Ordner plugins einfach um in plugins_old. Wenn Sie sich nun wieder einloggen können, liegt es definitiv an einem Ihrer Plugins.

Um festzustellen, welches Plugin dafür verantwortlich ist, sollten Sie alle Plugins nacheinander wieder aktivieren und jedes Mal den Login testen. Benennen Sie dazu zunächst das Verzeichnis plugins_old wieder um. Gehen Sie nun in den Plugins-Ordner und fügen den Ordnern der einzelnen Plugins die Endung _old hinzu. Jetzt können Sie den Ordnern nacheinander wieder den Original-Namen verpassen. Sobald das Redirect-Problem wieder auftritt haben Sie den Übeltäter gefunden. Deinstallieren Sie das entsprechende Plugin und suchen Sie nach einer möglichen Alternative.

WordPress Login: So beheben Sie den White Screen of Death

Ein weiteres Problem beim Login ist der White Screen of Death. Beim Aufruf der Login-Seite sehen Sie statt der Anmeldemaske nur eine weiße, leere Seite. In anderen Browsern kann auch die Fehlermeldung HTTP 500 „Diese Seite funktioniert nicht“ auftreten. Schuld sind häufig die PHP-Version des Servers oder inkompatible Themes oder Plugins. Gerne erscheint der White Screen of Death nach einem Update. Das Löschen von Cookies und Browser-Cache wie oben beschrieben ist die erste Option, die Sie testen sollten. Sollte dies nicht helfen, probieren Sie eine der folgenden Lösungsansätze aus.

Aktivieren Sie den Debugging-Modus

Eine weiße Seite ist natürlich nicht sehr hilfreich bei der Fehlersuche. Aber WordPress hat einen eingebauten Debugging-Modus, der ansonsten unterdrückte Fehlermeldungen ausgibt und damit die Eingrenzung des Problems erleichtert. Loggen Sie sich dazu auf Ihrem FTP-Server ein und laden die Datei wp-config.php aus dem WordPress-Stammverzeichnis herunter. Suchen Sie nach der Option WP_DEBUG und stellen diese von false auf true.

define( ‘WP_DEBUG’, true );

Speichern Sie Datei ab. Vergessen Sie nicht ein Backup der Originaldatei zu erstellen. Laden Sie die Datei anschließend wieder zurück auf den Server ins WordPress-Hauptverzeichnis und überschreiben die bestehende Datei. Aktualisieren Sie anschließend die Seite https://ihredomain.de/wp-admin und prüfen, ob und welche Fehlermeldungen nun ausgegeben werden. Sie können anschließend die Fehlermeldung bei Google eingeben und nach einer Lösung suchen oder sich an einen Profi wenden.

Prüfen Sie die PHP-Version Ihres Servers

PHP ist eine Skriptsprache, die auf Ihrem Server läuft. Bei jedem Aufruf einer Website, die mit PHP erstellt wurde, wird der darin geschriebene Programmcode durchlaufen. Am Ende gibt PHP eine HTML-Datei aus, die dann in Ihrem Browser angezeigt wird. Auch WordPress basiert auf PHP. Wie jede Programmiersprache so gibt es auch für PHP immer mal wieder neue Funktionen. Diese werden als neue Version veröffentlicht. Ihr Hosting-Anbieter ist dafür zuständig, dass die neuesten PHP-Versionen auch auf Ihrem Server zur Verfügung stehen.

Um zu prüfen welche Version gerade bei Ihnen aktiv ist, loggen Sie sich in die Verwaltungsoberfläche Ihres Hosting-Pakets ein und suchen nach einem Menüpunkt PHP oder ähnliches. Der White Screen of Death tritt häufig im Zusammenhang mit neueren Versionen auf, die mit WordPress oder bestimmten Plugins noch nicht zu 100% kompatibel sind. Versuchen Sie eine niedrigere Version einzustellen. Es kann einige Minuten dauern bis der Server die Version geändert hat. Mit der Version 7.4 läuft WordPress sehr stabil, die aktuellste Version PHP 8.0 ist noch mit Vorsicht zu genießen.

Erhöhen Sie das PHP Memory Limit

Wenn Sie immer noch eine weiße Seite sehen oder Fehlermeldungen, die über mangelnden Speicher meckern, sollten Sie versuchen das PHP Speicherlimit zu erhöhen, um damit WordPress mehr Speicher zur Verfügung zu stellen. Laden Sie sich dazu wieder die Datei wp-config aus dem WordPress Verzeichnis herunter. Nutzen Sie dafür wieder ein FTP-Programm Ihrer Wahl. Fügen Sie dort am Anfang folgende Zeile ein:

define('WP_MEMORY_LIMIT', 256M');

Sollte das nicht funktionieren, können Sie das Speicherlimit auf Apache-Servern auch über die Datei .htaccess erhöhen. Diese befindet sich ebenfalls im Hauptverzeichnis von WordPress. Laden Sie die Datei mittels FTP herunter und erstellen Sie unbedingt eine Sicherheitskopie. Fügen Sie dann folgende Zeile hinzu und laden die Datei wieder auf den Server zurück. Überschreiben Sie dabei die vorhandene Datei.

php_value memory_limit 256M

Wenn auch das nicht funktioniert, kann das Memory Limit auch über die Datei php.ini erhöht werden. Das ist die Konfigurationsdatei von PHP. In günstigen Hosting-Paketen haben Sie allerdings selten Zugriff auf diese Datei. Manchmal findet man aber in der Verwaltungsoberfläche des Hosters dafür eine Option. Ansonsten kontaktieren Sie Ihren Hoster.

Deaktivieren Sie alle Plugins

Oft verbrauchen Themes oder Plugins auch zu viel Speicher. Auch können durch Updates andere Inkompatibilitäten entstehen, die dann schließlich den White Screen of Death hervorrufen. Um herauszufinden, ob und welches Plugin dafür verantwortlich ist, deaktivieren Sie einfach alle Plugins und und prüfen, ob der Fehler verschwindet. Aktivieren Sie diese dann nacheinander bis der Fehler wieder auftritt. Eine ausführliche Anleitung finden Sie weiter oben im Artikel unter WordPress Login: So lösen Sie das Redirect Problem im Abschnitt Deaktivieren Sie alle Plugins.

Führen Sie ein manuelles Update von WordPress durch

Das Deaktivieren der Plugins hat nichts gebracht? Dann kann auch eine veraltete WordPress-Version zu einer weißen Seite beim Anmelden führen. In dem Fall sollten Sie versuchen ein Update durchzuführen. Das müssen Sie jetzt allerdings manuell machen. Laden Sie sich zunäcsht die neueste Version von WordPress über https://de.wordpress.org/download/ herunter. Machen Sie anschließend ein komplettes Backup Ihrer Website einschließlich der Datenbank.

Gehen Sie danach auf den FTP-Server ins WordPress-Hauptverzeichnis und löschen dort die Ordner wp-admin, wp-includes und alle php-Dateien mit Ausnahme der Datei wp-config.php. Entpacken Sie die zip-Datei der so eben heruntergeladenen WordPress-Version und laden daraus die gerade gelöschten Ordner und Dateien wieder auf den Server hoch. Achten Sie darauf, die Datei wp-config.php nicht zu überschreiben. Rufen Sie anschließend die Seite https://ihredomain.de/wp-admin/upgrade.php auf, um die Datenbank zu aktualisieren.

Stellen Sie ein Backup wiederher

Wenn alle genannten Lösungswege nicht funktionieren, gibt es noch die Option ein älteres Backup wiederherzustellen. Falls Sie ein Backup-Plugin benutzen und dies so konfiguriert haben, dass es automatisch Backups auf einem externen Cloud-Speicher (z.B. Google Drive) abspeichert, können Sie sich dort die entsprechenden Dateien herunterladen. Bevor Sie anfangen sollten Sie den aktuellen Zustand der Seite ebenfalls sichern. Laden Sie dazu das WordPress-Verzeichnis vom FTP-Server auf Ihren Computer und sichern Sie ein Abbild Ihrer Datenbank. Bei den meisten Anbietern nutzen Sie dafür das Tool phpmyadmin. Sie erreichen es über die Verwaltungsoberfläche Ihres Hosters.

Löschen Sie anschließend alle WordPress-Dateien und laden die entsprechenden Dateien aus dem Backup zurück auf den Server. Importieren Sie nun noch mit phpmyadmin die Datenbank aus dem Backup. Dazu sollten Sie zuvor alle bestehenden Tabellen löschen. Nun sollte der Login wieder wie gewohnt funktionieren. Führen Sie anschließend ein Update durch.

Sie haben kein Backup? Die letzte Möglichkeit ist es Ihren Hoster zu kontaktieren. Auch dieser macht eventuell Backups Ihres Hosting-Pakets und kann eine ältere Sicherung wiederherstellen.

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on pinterest
Share on email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.