Ein Newsletter ist ein einfaches, aber effektives Marketing-Instrument, um potenzielle und bestehende Kunden an das eigene Unternehmen zu binden und Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Mit WordPress hat man die perfekte Basis für die Umsetzung und Verwaltung. Welche Möglichkeiten man dabei hat, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

Externe Newsletterdienste - ja oder nein?

Grundsätzlich hat man 2 Optionen, einen Newsletter mit WordPress umzusetzen – mit oder ohne einen externen Dienst. Plugins ohne Anbindung an solche Anbieter ermöglichen einem die komplette eigenständige Verwaltung des Newsletters innerhalb des WordPress-Systems. Auch der Versand der Emails erfolgt dann über den eigenen Server. Nutzt man einen externen Dienstleister, erfolgt die Verwaltung auf der Website des Anbieters. Zum Versand wird dessen Server genutzt. Viele bekannte Newsletterdienste bieten allerdings auch eigene Plugins für WordPress an. Der Login auf der Website des Anbieters ist je nach Plugin dann nur noch selten bis gar nicht mehr nötig.

Vor- und Nachteile eines Newsletter-Plugins ohne externen Dienst

Ein umständliches Einloggen auf einer externen Website ist nicht nötig. Sowohl die Verwaltung als auch der Versand der Emails erfolgen komplett in der WordPress-Oberfläche

Externe Dienste verlangen je nachdem wieviele Mails man versenden möchte Gebühren. Diese Kosten fallen bei Nichtnutzung eines solchen Dienstes weg.

Ohne einen externen Anbieter erfolgt der Versand über den Server des Hosting-Anbieters. Gerade bei Shared Webspace kann dies unter Umständen sehr lange dauern oder gar komplett abbrechen, so dass Mails eventuell gar nicht erst beim Adressaten ankommen.

Nutzt man den Email-Server seines Hosting-Anbieters läuft man außerdem Gefahr, dass die eigenen Mails auf schwarzen Listen oder in Spam-Ordnern landen, nur eben nicht beim Adressaten.

Viele Hosting-Anbieter erlauben den Versand solcher Massen-Emails aus Performance-Gründen oft nicht. Wer dagegen öfters verstößt, muss mit der Sperrung seines Accounts rechnen.

Statt einen Shared-Hoster zu nutzen, kann man auch eine eigenen Server anmieten. Damit umgeht man dessen Beschränkungen. Das erfordert allerdings weitreichende technische Kenntnisse.

Vor- und Nachteile eines Newsletter-Plugins mit externem Dienst

Newsletter-Dienste sind auf den Newsletter-Versand spezialisiert. Damit werden Mails garantiert schnell ausgeliefert und auch nicht durch irgendwelche Spam-Filter aussortiert.

Gerade für Statistik-Fans sind externe Dienste ein Muss. Hier werden meist wesentlich mehr Daten erfasst und übersichtlich dargestellt. Damit ist die Erfolgmessung erheblich einfacher. Teilweise werden auch weitere Marketing-Tools angeboten. Auch im Bereich der Design-Vorlagen punkten externe Dienste.

Der Aufbau der für den Versand notwendigen Infrastruktur erfolgt komplett durch den Anbieter. Man selbst muss nur noch Email-Adressen sammeln und den Newsletter verfassen.

Wer nur wenige Mails im Monat an nur wenige Kontakte verschicken möchte, kann bei einigen Anbietern kostenlose Pakete nutzen. Wer aber ernsthaft einen Newsletter betreiben möchte, muss mit teils hohen Folgekosten rechnen.

Nicht jeder Dienst bietet ein WordPress-Plugin an. Und auch Plugins beinhalten nicht immer den vollen Funktionsumfang des Anbieters. Folglich muss man bestimmte Einstellungen erst umständlich auf der Seite des Anbieters vornehmen.

Wer nur wenige Mails versenden möchte, kann durchaus mit einem Plugin ohne Anbindung an einen externen Dienst starten – vorausgesetzt der eigene Hosting-Anbieter lässt das zu. Möchte man das ganze ernsthaft betreiben, benötigt man entweder einen eigenen Server und entsprechende technische Kenntnisse. Das lohnt sich oft nur für größere Betriebe. Alle anderen sollten unbedingt einen externen Anbieter nutzen. Hier muss man sich nicht mit technischen Problemen herumärgern und hat die Garantie, dass die Mails auch den Kunden erreichen.

Newsletter-Plugins ohne externen Dienst

Scheut man die Kosten für einen externen Anbieter und verfügt über ein ausreichend dimensioniertes Hosting-Paket, dann kann man durchaus auch ohne externen Dienst auskommen. Dafür bietet WordPress eine Reihe von Plugins, von denen ich Ihnen hier die bekanntesten vorstellen möchte.

MailPoet ist wohl das bekannteste Newsletter-Plugin. Mit seiner gut in WordPress integrierten Oberfläche kommt man als WordPress-Nutzer schnell zurecht. Zum Versand wird das SMTP-Protokoll benutzt. WordPress verschickt Emails standardmäßig über die Scriptsprache PHP. Der Versand erfolgt über den eigenen Server. Das kann der Mailserver des eigenen Hosting-Anbieters sein (wenn er dies zulässt) oder auch ein dafür konfigurierter Home-Server, der zum Webserver umfunktioniert wurde. Alternativ kann man den MailPoet-Sending-Service benutzen. Dieser ist bis 1000 Kontakte kostenlos. Das günstigste Paket startet bei 15 € im Monat.

The Newsletter Plugin gehört zu den meist genutzten Plugins im Bereich Newsletter-Marketing. Die Oberfläche hebt sich zwar stark von der WordPress-Oberfläche ab, ist aber dennoch einfach zu bedienen. Der Versand der Mails erfolgt ebenfalls über SMTP auf dem eigenen Server. Mittlerweile bietet der Hersteller auch eine Schnittstelle zu SendInBlue an. Ein visueller Editor ermöglicht das Erstellen der Email-Vorlagen ohne Programmierkenntnisse. Wer sich für die Premium-Version entscheidet, erhält mehr als 20 Erweiterungen. Interessant ist hier wohl v.a. die Automatisierungsfunktion, die automatisch einen Newsletter mit den letzten Blog-Beiträgen erstellt.

Das Plugin bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie seine beiden direkten Konkurrenten und ist daher ähnlich beliebt. Auch hier kann man SMTP für den Versand nutzen, muss dafür aber ein Extra-Plugin wie WP Mail SMTP installieren. Wer das nicht möchte, muss die kostenpflichtige Starter-Version kaufen. Und wer seine Newsletter-Kampagne vollständig automatisieren möchte, der greift zur nochmal etwas teureren Pro-Version.

Newsletter-Plugins mit externem Dienst

Wer es einfach und bequem haben möchte, keine eigene Infrastrutkur aufbauen kann oder will und nicht nur mal ein paar Mails im Monat verschickt, für den ist ein externer Dienstleister Pflicht. Der Markt ist unübersichtlich. Es folgen die bekanntesten und empfehlenswertesten Anbieter.

Anbieter aus Deutschland

Der aus Newsletter2Go hervorgegangene Anbieter gehört zu den Platzhirschen im deutschsprachigen Raum. Das deutsche Unternehmen hat sich entsprechend auch auf die Bedürfnisse von Kunden aus dem DACH-Raum spezialisiert und erfüllt z.B. alle Anforderungen der DSGVO. Neben Plugins für WordPress und Woocommerce gibt es auch zahlreiche Schnittstellen zu diversen anderen Systemen.

Auch Cleverreach gehört zu den bekannten Größen auf dem deutschen Newsletter-Markt. Auch hier gibt es eine Reihe von Schnittstellen zu den verschiedensten CM- und Shop-Systemen. Der kostenlose Tarif ist allerdings etwas eingeschränkter als beim Konkurrenten SendInBlue.

Auch Rapidmail ist für deutschprachige Kunden einen Blick wert. Einzigartig ist die Möglichkeit auch ohne Vertragsbindung einen Newsletter verschicken zu können. Dann wird pro Mailingversand abgerechnet. Interessant für diejenigen, die nur ab und zu mal Mails verschicken möchten. Aber auch bei den Paketpreisen gehört Rapidmail zu den günstigeren Anbietern. Ein kostenloses Basis-Paket gibt es leider nicht.

Der Anbieter aus Mönchengladbach punktet mit vielen Automatisierungsfunktionen und ausführlichen Statistiken. Auch Schnittstellen zu Systemen wie WordPress sind vorhanden. Eine eigene API ermöglicht das einfache Hinzufügen weiterer Schnittstellen. Leider gibt es kein kostenloses Basis-Paket.

Internationale Anbieter

Der US-amerikanische Anbieter Mailchimp ist wohl besonders wegen seines umfangreichen kostenlosen Pakets auch außerhalb der USA äußerst beliebt. Das bietet 2000 Kontakte und 10 000 Emails pro Monat. Da können die anderen Anbieter nicht mithalten. Für Unternehmer aus der EU, die an die DSGVO gebunden sind, könnte Mailchimp aufgrund des Serverstandorts aber zum Problem werden.

Getsponse ist nicht nur ein Newsletter-Dienst, sondern auch eine komplette Marketingplattform mit vielen Funktionen. Besonders hervorzuheben ist der Landingpage-Editor, mit dem man schnell und einfach eigene Seiten für die Umsatzgenerierung erstellen kann. Da der Anbieter aus Polen kommt, ist die Übersetzung der Texte auf der Website nicht immer ganz perfekt. Leider gibt es auch kein kostenloses Paket, aber alle Pakete können 30 Tage unverbindlich getestet werden.

Ursprünglich in Frankreich gegründet gehört Mailjet mittlerweile einer US-amerikanischen Firma an. Im Gegensatz zu Mailchimp bietet Mailjet aber Server in Deutschland an. Damit kann man Mailjet DSGVO-konform einsetzen. Das kostenlose Paket ist wie bei Mailchimp ebenfalls sehr großzügig bemessen.

Jens Hofmann ist Web- und Grafikdesigner bei jotdesign

Einfacher und kostengünstiger gehts nicht

Einen Newsletter mit WordPress zu erstellen ist dank zahlreicher Plugins kein Hexenwerk. Wer die nötigen technischen Kenntnisse und Vorrausetzungen für den Versand von Massen-Mails erfüllt, kann bereits mit kostenlosen Plugins tolle Ergebnisse erzielen. Allerdings muss das gesparte Geld dann in ein entsprechendes Hosting-Paket gesteckt werden. Einfacher und bequemer geht es mit Newsletter-Diensten. Und selbst hier muss man nicht unbedingt Geld investieren, wenn man mit dem Umfang der kostenlosen Pakete zurecht kommt.

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